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IPA-Tour nach Erfurt

Die diesjährige IPA-Tour schien zunächst nicht unter dem besten Stern zu stehen. Erkrankungen, Verletzungen und Reha-Maßnahmen sorgten dafür, dass unser Bus erstmals seit längerer Zeit nicht bis auf den letzten Platz besetzt war. Der guten Stimmung tat das allerdings keinen Abbruch. Im Gegenteil: Tolles Wetter – wenn Engel reisen –, bestens gelaunte Mitfahrerinnen und Mitfahrer und ein abwechslungsreiches Programm sorgten dafür, dass auch die Tour 2026 wieder ein voller Erfolg wurde.

Großen Anteil daran hatten unsere Erfurter Kolleginnen Antje und Heidi sowie Kollege Bernd. Bestens vorbereitet nahmen sie uns mit auf einen rund 90-minütigen Rundgang durch die Erfurter Altstadt und zeigten uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Dabei versorgten sie uns mit reichlich Wissenswertem über die thüringische Landeshauptstadt. Leider konnten die drei uns am Abend nicht zum gemeinsamen Essen begleiten. So fand der bei IPA-Treffen obligatorische Austausch der Wimpel kurzerhand bei der Verabschiedung am Bus statt.

Doch der Reihe nach: Um 7.15 Uhr traf sich die erste Hälfte unserer Reisegruppe in Langförden, um die Tour 2026 zu starten. Bei einem weiteren Halt in Bakum stieg der Rest hinzu, Proviant wurde verladen und anschließend ging es in Richtung Thüringen.

Mit den für das Fahrpersonal notwendigen Pausen und einem ausgiebigen Frühstücksstopp erreichten wir Erfurt sogar überpünktlich. Für eine kleine Überraschung hatte zuvor eine Bäckerei aus Bakum gesorgt. Aufgrund eines Kommunikationsfehlers waren statt der vorgesehenen 200 Brötchenhälften gleich 400 vorbereitet worden. Für knapp 50 Personen, selbst bei bestem Appetit, eine kaum zu bewältigende Aufgabe. Wegwerfen kam natürlich nicht infrage. Also wurden kurzerhand andere Busgruppen, die sich an unserem Zielort aufhielten, zu einem kleinen Snack eingeladen. Das Angebot wurde gerne angenommen und so fanden auch die überschüssigen Brötchen dankbare Abnehmer.

Nach der bereits erwähnten Stadtführung ging es zum gemeinsamen Abendessen in das Schloss Hubertushof. Anschließend nutzten viele den Abend, um Erfurt noch ein wenig auf eigene Faust zu erkunden und die örtliche Gastronomie kennenzulernen.

Am Samstag hieß es, rechtzeitig zu frühstücken, denn schon am Vormittag stand die nächste Führung auf dem Programm: die Zitadelle Petersberg. Die Besichtigung wurde zu einem echten Höhepunkt. Unsere Gästeführerin Peggy war mit so viel Herzblut dabei, dass Geschichte alles andere als trocken daherkam. Mit zahlreichen Informationen und einer sehr lebendigen Art verstand sie es hervorragend, unsere Gruppe mitzunehmen.

Danach ging es weiter zum Augustinerkloster. Auch dort hatten wir – zumindest die Gruppe des Autors – ausgesprochenes Glück mit unserem Gästeführer. Schnell wurde deutlich, dass er seine Aufgabe nicht einfach als Job verstand. Mit großer Begeisterung brachte er uns die Geschichte und Bedeutung des Klosters näher und machte auch diese Führung zu einem kurzweiligen Erlebnis.

Der Samstagabend stand anschließend zur freien Verfügung. Jeder konnte Erfurt noch einmal nach eigenem Geschmack genießen. Allzu lang durfte dieser nächtliche Ausflug allerdings nicht werden, denn auch der Sonntag hielt noch einen Programmpunkt bereit.

Um 10.30 Uhr ging es nach Eisenach. Hoch über der Stadt thront mit der Wartburg eines der bekanntesten historischen Bauwerke Deutschlands. Und auch hier blieb uns das Glück mit unseren Gästeführern treu. Ina gestaltete den Rundgang mit so viel Begeisterung und lebendigen Erläuterungen, dass man beinahe den Eindruck gewinnen konnte, sie wäre am liebsten selbst in die damalige Zeit eingetaucht. So verging auch diese Führung wie im Flug.

Auf der anschließenden Heimfahrt wurde natürlich noch einmal ausgiebig über die vergangenen Tage gesprochen. Vor der Reise hatten einige Mitfahrerinnen und Mitfahrer bei der Wahl Erfurts als Reiseziel durchaus ihre Zweifel gehabt. Nach diesem Wochenende sah das ganz anders aus: Nahezu alle waren sich einig, dass Erfurt auf jeden Fall einen weiteren Besuch wert ist.

Gegen 20 Uhr endete schließlich unsere Tour 2026. Hinter uns lagen drei erlebnisreiche Tage, viele interessante Eindrücke, hervorragende Führungen, jede Menge gute Stimmung und nicht zuletzt viel Zeit für das gemeinsame Miteinander.

Eine rundum gelungene IPA-Tour!

Und natürlich stellt sich schon jetzt die Frage: Wohin geht es 2027?
Das steht noch nicht fest. Aber wir freuen uns schon darauf.